2007 Island Woche 3

Dritte Woche Island mit dem Mietauto
15.Tag, Halbinsel Snæfelsness, Sonntag 5.August 2007
Übernachtung im Gästehaus Langaholt, Snæfellsbær. [hage] Nach einer weiteren, lauten Nacht stehen wir dann doch nicht so pünktlich auf. Helga sehen wir nicht mehr und da schon viel im Auto ist, sind wir kurz nach dem Frühstück (9:30) auf dem Weg. Zuerst fahren wir nach Akranes durch den Mautpflichtigen Tunnel (900 ISK). Das “lebendige” Städtchen (laut Reiseführer) ist ziemlich tot, wir besichtigen eine Kirche und gehen Richtung Meer. Dann ziehen wir nach Borganes. Dort besichtigen wir Denkmäler und den Grabhügel. Anschliessend essen wir eine Kleinigkeit. Auf der Weiterfahrt entdeckten wir einen malerischen Foss, den wir fotografieren; ein Angler holte einen grossen Fisch heraus. Danach stand unsere Wanderung auf dem Programm: Vulkankrater Eldborg (k1: H/I-8). Danach die Basaltsäulen von Gerðurberg. Danach ging es zu unserer Unterkunft, wo wir Isländer treffen, die in Luxemburg wohnen und hervorragend Deutsch sprechen (und gerade vom Golfplatz kommen). Wir legen uns kurz hin und fahren dann nach Hellna, wo wir von Dora den Tip mit der Fischsuppe bekommen hatten: Wir erwarteten ein Hafenrestaurant/Hafenkneipe, aber von Hafen keine Spur, dafür ein kleines Minirestaurant, wo wir tatsächlich unsere Suppe bekommen (1300 ISK). Direkt daneben ist ein Vogelfelsen, den wir auch noch genau inspizieren. Wieder zurück in Langaholt machen wir einen ausgedehnten Strandspaziergang. Das Gästehaus ist sehr einfach und die Zimmer eher klein, aber soweit ganz gemütlich.
Fischsuppe: Fjörhúsið, Kaffihús Hellnum, Snæfellsnesi Gästehaus: Gistihúsið, Langaholt, www.langaholt.is
16.Tag Montag, 6. August 2007
Übernachtung im Hotel Flokalundur. [sis] Um 7:30Uhr klingelt der Wecker und als ich aus dem Fenster blicke erschrecke ich zuerst einmal. Es ist so neblig, dass ich nichts sehe und es regnet. Als wir frühstücken lichtet sich der Nebel etwas, man kann zumindest die Küste erkennen aber es bleibt schlecht. Um 9:30 fahren wir dann los, die Fotomotive, die wir gestern verschoben hatten wegen des Schattens kann man heute absolut vergessen. Zum Glück haben wir gestern noch den Vogelfelsen und die Fischsuppe bei Hellna gemacht, sonst hätten wir uns geärgert. Die Schotterstrasse durchs Gebirge, die wir eigentlich fahren wollten, macht keinen Sinn heute, im Gebirge hält sich der Nebel hartnäckig. Wir fahren der Küste entlang um Snæfellsnes und siehe da, es wir heller. Gleich zu Beginn sehen wir eine auffällige Felsformation und halten an. Wir laufen das kurze Stück zur Klippe und haben den nächsten Vogelfelsen vor uns. Hier fotografieren wir etwas und entdecken auch noch andere Vögel, die wir nicht ganz zuordnen können, Tordalke oder Dickschnabellumme. Hellsandur ist ein kleines Nest, deshalb fahren wir weiter nach Olafvik, wo wir in einem hübschen Cafe im Blockhaus-Stil eine Tagessuppe teilen und einen Cafe trinken. Auf dem Weg hierhin kommen wir auf der Höhe von Rif durch eine Vogelkolonie; die Seeschwalben nisten hier unmittelbar neben der Strasse und es hat tausende Vögel, die nihr Brutgebiet verteidigen. Wir biegen zuerst auf dem Weg zur Kirche Ingjaldsköll ab und da sitzen die Jungvogel sogar auf der Strasse. Wir fotografieren vom Auto aus, da wir uns nicht getrauen auszusteigen, denn die Vögel attackieren schon unseren wagen. Zurück auf der Hauptstrasse kann man nur im Schritttempo fahren. Hier liegen natürlich auchmassenhaft tote Vögel, da nicht jeder so vorsichtig fährt. Auf der Weiterfahrt nach Stykkishólmur (k1: G-7) machen wir noch einen Abstecher nach Bjarnhöfn, aber das hat sich nicht wirjkich gelohnt. Die Kirche ist zu und sonst gibt es das übliche Museum im Wohnzimmer für 500 Kronen. Wir sind um 14:00 Uhr am Fährhafen und wollen unsere reservierten Tickets holen, als es heisst die Fähre habe einen Motorschaden und fährt nicht um 15:00 Uhr. Na toll!!! Jetzt gibt es nur den weiten Weg aussenrum durch die Fjorde. Wir beschweren uns zwar, dass sie uns nicht angerufen haben (unsere Nummer hatten sie ja), aber das nutzt uns auch nichts und so machen wir uns auf dem Weg. Dieser ist eher mühsam, viel Schotterpiste und Pässe. Wir halten nur kurz bei Djupidalur (k1:J-5) (Thermalbad) um ein Foto zu schiessen und machen eine Picknickrast bei Galtará. Um 18:30 Uhr haben wir es dann geschafft und sind im Hotel Flokulandur (k1: F-5). Rita und Heidi sind bereits hier, sie hatten morgens um 9:00 Uhr bereits erfahren, dass die Fähre ausfällt und konnten gemütlich fahren. Wir treffen sie beim Abendessen: Lammbraten mit Kartoffeln und Gemüse.
Gästehaus: www.flokalundur.is
17.Tag, Dienstag, 7.August 2007
Übernachtung im Hotel Isafjörður. [hage] Heute klingelt der Wecker um 7:15, aber er braucht drei Anläufe bis ich mich bequeme die Dusche zu stürmen. Um 8:00 gehen wir zum Frühstück und kurz danach kommen auch Rita und Heidi. Als dann die spanische Gruppe dazukommt steigt der Lärmpegel gewaltig. WIr besprechen kurz den Tag und dann geht es los; ich tanke und wasche das Auto dann fahren wir Richtung Isafjörður, biegen aber schon bald ab um zum Naturbad (Tip Dora) zu fahren. Wir finden das Bad und es hat sogar eine kleine Umkleide. Wir schwimmen im Becken und freuen uns so gaaanz alleine im warmen Wasser zu planschen, während ein Prachtregenpfeiffer für die Musik sorgt. Danach geht es Richtung Isafjörður und wir besichtigen noch den Wasserfall Dynjandi. Dann ging es nach Þingeyri lädeln und Kaffee trinken. Danach geht es nach Flateyri, dort finden wir einen Laden, aber das wars auch schon. Und dann durch den abenteuerlichen Tunnel nach Isafjörður. Wir drehen mit dem Auto noch eine Schleife und überlegen, ob wir noch etwas anschauen wollen. Aber dann gehen wir doch direkt ins Hotel. Wir besichtigen Isafjörður, das tatsächlich lebhaft ist und nett aussieht.Wir kaufen noch ein und schauen nach alternativen Restaurants. Wir haben Clipfisch überbacken und Sibylle Creme Caramel mit Pistazieneis. Wir hatten die Wäsche kurz nach Ankunft bei der oberfränkischen Rezeptionistin abgegeben und die Wäsche ist nach dem Essen schon fertig und zusammengelegt - good service. link: http://www.isafjordur.is/isafjordur/english/
18.Tag, Mittwoch, 8.August 2007
Übernachtung im Gästehaus Kirkjuból in Hólmavík.
[hage] Sibylle kann den Beruf wechseln: Sie wird Offroad Ralley Fahrerin; aber der Reihe nach:
Wir haben beide gut geschlafen und gehen gemütlich Frühstücken. Beide haben wir nicht mehr soviel Hunger wie am Anfang der Reise. Dann gehen wir nach dem Auschecken noch in die Bäckerei, kaufen ein paar Süssstückchen und sagen der “alten Bäckerin” Grüsse von Bjardne. Sie freut sich und fragt nach unserer Reise und am Schluss bekommen wir noch 4 Kümmelbrötchen. Dann fahren wir los, einmal noch am Hafen vorbei und dann in Richtung Hólmavík.
Schon bald sehen wir ein Auto auf der Strasse und ein paar Leute, die Fotoapparate gezückt haben. Ein Kontrollblick auf die Küste: Seehunde. Die anderen fahren ab und wir pirschen uns an und können Seehunde beobachten und fotografieren. Da Ebbe ist, können wir sehr nahe ran, aber das Ufer ist felsig und mit glitschigem Seegras bewachsen. Wir sehen im Verlauf des Tages noch einige Seehunde, aber nie wieder so nahe und gut.
In Mjóifjörður überlegen wir, ob wir abkürzen oder über Reykjanes fahren sollen und entscheiden uns für die lange Strecke. Wir fahren dann auch über teils sehr schlechte Strassen bis Reykjanes (AADW), wo am Ende ein Youth Hostel auf uns wartet, in dem wir Kaffee trinken und unsere eigenen Süssstücke essen.
Dann geht es weiter und wir kommen an eine Baustelle. Wir fahren über “riesige” Schottersteine (303030 cm^3) und zwischen überdimensionalen Baustellenfahrzeugen (sieht man sonst nur im Fernsehen). Mein “langsamer-langsamer-langsamer” verhallt ungehört und Sibylle brettert weiter… Aber wir schaffen es und kurz darauf wechseln wir die Plätze - Lob und Anerkennung für Sibylle (jetzt auch schriftlich).
Dann geht es weiter über die Hochebenen und wir erreichen Hólmavík, wo wir das Café Riis anschauen wollen. Direkt vor uns fährt ein Honda Jazz (Kennzeichen LD…) auf den Parkplatz - tatsächlich Heidi und Rita sind auch gerade angekommen.
Nach kurzem Informationsaustausch und einer Cola fahren wir zu unserer Unterkunft. Dort hat es auch eine kleine Küche. Spontan einigen wir uns auf folgendes Programm: Einkaufen - es soll Spargel Quicksoup und Spaghetti Carbonara geben, Hotpot suchen und baden, dann zurück und kochen.
So haben wir es dann auch getan, der HotPot war dann bei Laugaholl (wo, wie wir glauben Heidi und Rita wohnen). Andere Hotpots wärenm vermutlich an der Küste gewesen, aber da war eine Baustelle und davon hatten wir heute genug.
19.Tag, Donnerstag, 9.August 2007
Übernachtung im Gästehaus Ensku húsin ind Borg.. [hage] Am Morgen werde ich mit einem fröhlichen Määähhää geweckt - es hat Schafe. Sibylle baut das offensichtlich in ihre Träume ein und schlummert selig weiter. Wir sind dann beide noch vor dem offiziellem Wecktermin 8:00 auf und gehen frühstücken. Leider regnet es etwas stärker und so lassen wir den ersten Besichtigungstermin kurz vor Kirkjubol, wo es Versteinerungen in einer Schlucht geben soll, sausen. Wir fahren weiter auf der 61 und machen bei Borðeyri eine Kaffeepause. Bei Brú gibt es den nächsten Stop: Wagen waschen und Tanken (und sehr teure Karten kaufen: 140 ISK/Stck). Hier wechseln wir auf die 1 und fahren Richtung Borganes. Bei Bifröst schauen wir uns den Krater Grábrok an und machen Tee-Salami-Schokokeks pausen. Wir hocken auf dem Begrenzungshag, obwohl nur 10m weiter ein schönes Picknickbänkchen steht - haben wir aber nicht gesehen, weil ein grosses Wohnmobil mit zwei Gameboy-spielenden Kindern davorsteht (die Eltern sind auf dem Krater :-) ). Wir biegen au dei 50 ab und besichtigen Deiltargungar, die ergiebigsten Thermalquellen mit 180 l/s. Diese Quellen beheizen Borganes und Akranes und es wird Strom erzeugt. Weiter geht es nach Reykholt, wo Snorri der Edda-Verfasser gelebt hat und ermordet wurde. Wir besichtigen das drumherum incl. Snorri-Pool. Heidi und Rita treffen auch ein. Dann fahren wir weiter zu dem Wasserfall Hraunfoss und Bamafoss, der sehr schön und mächtig, wenn auch nicht hoch ist. Dann geht es zum Ensku Húsin, unserer Übernachtungsstätte, wo wir gerade zu Abend gegessen haben ohne zu wissen was es geben wird, oder was es kostet. Und ich habe mir den Schädel an der Zwischentür angehauen - aua. Direkt aus dem Fenster haben wir noch einen Vogel (vermutlich einen Habicht) gesehen.
20.Tag, Freitag, 10.August 2007
**Übernachtung Motel ** Nach einer ruhigen Nacht wachen wir bei leichtem Regen auf. Frühstück ist auch schon fertig und wir geniessen das schöne Ambiente des Enskin Húsin. Wir fahren los und machen einen sinnlosen Abstecher nach Borganes (naja immerhin werfen wir die Karten ein). Dann geht es weiter, aber wir gehen nicht durch den Tunnel, sondern fahren auf die 47 nach Hvalfjörður. Am Ende des Fjords fahren wir ab und begeben uns auf die Wanderung bei Glymur. Dort wartet hinten ein Foss, wir wandern munter los, es geht abenteuerlich über einen Fluss per Baumstamm und Seil, dann steil den Berg hinauf. Nach 1h sind wir am Foss und Sibylle am Ende ihrer Kräfte. Gottseidank war das aber eine Fehleinschätzung, weil uns noch 3h weiterwandern mit Flussüberquerung (barfuss) und sinnlosem Suchen nach einem Hiking Trail, der in unserem GPS ist. Immerhin hatten wir Wetterglück, es gab nur zwischendurch etwas Sprühregen, sonst war es trocken. Dann fahren wir Richtung Reykjavik/Kevlavik und fahren noch bei Gardobær und Hafnafjörður raus, weil wir noch ein bisserl Touristshopping machen wollen, finden aber dort nichts. Zwischendurch haben wir einen riesigen Platzregen. Dann geht es ins Motel kurz ausladen und dann in die blaue Lagune, die inzwischen grün ist. Bei uns ist nicht so viel los zumindest nicht so, wie Kurt uns das geschildert hat - wir sind aber auch erst 18:30 dort - der Massenansturm ist sicher vorbei. Danach essen wir noch eine Kleinigkeit (Pappbecher mit Cola/Fanta von FatsFood Stand) im Restaurant. Und dann wieder ins Hotel und packen und schreiben.