2007 Island Woche 2

2. Woche Island, Busreise mit Erlingsson Reisen, Reiseleiter: Herr Erlingsson
8. Tag, Die Ostfjorde und der Gletscher Vatnajökull, Sonntag, 29. Juli 2007
Die heutige Fahrt führt uns entlang den steilen Ostfjorden über den Pass Öxi Richtung Höfn. Die Besichtigung eines Heimat- und Naturkundemuseum steht auf dem Programm. Fahrt entlang Europas grösstem Gletschermassiv Vatnajökull bis zur mit Eisbergen gefüllten Gletscherlagune Jökulsárlón. Es besteht die Möglichkeit für eine Bootsfahrt auf der Lagune. Übernachtungen im Hotel Skaftafell in Öræfi.
[hage]Also das mit der Abfahrt hat so einigermassen geklappt:um 8:40Uhr gings los. Bei Herður Erlingsson gibt es auf jedenfall viel mehr Details zu Geologie, Fauna und Flora. Beim Öxipass gibt es einen Photoshop wo wir die terrassenförmigen Gesteinsschichten bewundern. Jede Schicht ein Vulkanausbruch - und die Neigung durch Plattentheorie und die Hebung an der Küste weil die Inlandseite leichter wurde). Dazwischen vertikale Spalten. Wir fahren weiter zum malerischen Dorf Djupivogur, wo wir einkaufen und Kaffee trinken. Weiter geht es zur Gletscherlagune, wobei wir vorher bei einem Leuchtturm Mittag machen. Dort haben Sibylle und ich ein romantisches Plätzchen gefunden. Wir haben dafür auf die Suppe verzichtet. -Haben wir das schon geschrieben? - beim Picknick gbt es immer Heisswasser und man kann sich gut eine Quicksoup machen. Bei der Gletscherlagune machen wir den Ausflug mit dem Amphibienfahrzeug. Etwas teuer, aber auch ein lässiges Erlebnis zwischen den Eisschollen herumzufahren. Hinterher trinken wir noch mit Eckhard und Connie einen Kaffee, und sehen bei der Lagune noch einen Seehund. Essen: Vorspeise Krabben in feiner Sauce, mit dunklem, süssem Brot. Hauptspeise Lachsforelle mit Ratatouille und Kartoffeln. Nachspeise: Skyr mit Waldbeeren. -> Fein aber vieel zuwenig, so dass ich zum erstenmal hungrig vom Tisch aufstehe -> Anschliessend haben wir noch einen Film gesehen vom letzten Ausbruch (1996) der Flut
9.Tag, Nationalpark Skaftafell ,Montag, 30. Juli 2007
Am frühen Morgen geht es per Traktorkarren zum Vogelfelsen Ingólfshöfði. Mit etwas Glück können wir Papageientaucher, Trottellummen, Tordalk, Eissturmvögel, Raubmöwen, Basstölpel und Seehunde beobachten. Nachmittags wandern wir im Skaftafell Nationalpark zum wunderschönen Svartifoss, ein von Basaltsäulen umrahmter Wasserfall und zu den beiden Aussichtspunkten Sjónarskar und Sjónarnípa, mit einmaligem Blick auf Islands höchsten Berg Öræfajökull sowie auf die Gletscherzunge des Vatnajökull. Übernachtung im Hotel Núpar in Kirkubæjarklaustur.
[sis] Früh Aufstehen ist angesagt, denn bereits um 8:15Uhr soll’s losgehen. Aber es ist dann doch 8:30 Uhr, als die letzte im Bus ist. Die Dsiziplin lässt nach. Wir fahren mit dem Bus so eine knappe halbe Stunde bis zu dem Platz nahe einem ehemaligen Flughafen, wo uns der Bauer, besser geagt Bäurin mit dem Traktorkarren abholt. Wir werden ermahnt warme Kleidung anzuziehen, da es recht zugig sein kann und dann besteigen wir diese Traktorkarren. Das sind wohl Viehkarren. Kurz darauf geht’s los und wir fahren direkt in einen kleinen Bach zwischen den Feldern. Eine zeitlang folgen wir diesem Bach, dann durchqueren wir eine Gletscherfluss und fahren eine geraume Zeit auf einer Lavasandwüste bis zum Vogelfelsen Ingólfshöfði. Neben der Tatsache, dass man hier Vögel beobachten kann ist dies auch ein historischer Ort. Hier lebte 874 der erste Siedler Ingolfur Arnason, für ein Jahr, bevor er nach Reykjavik zog. Wir werden ermahnt immer in der Gruppe zu bleiben und immer hinter der Bäurin zu gehen, dann steigen wir durch den Sand hinauf und beginnen unsere Wanderung. Schon zu Beginn sieht man von weitem Schwärme von Papageientauchern. Dann am ersten Felsvorsprung entdecke ich zwei junge Möwen die ich in fotografiere und siehe da: gleich daneben sitzen zwei Papageientaucher. Ich bin total zufrieden und denke mir ich hab das Bild des Tages und das war’s, näher ran komme ich nicht, aber weit gefehlt. Wir gehen ein kleines Stück weiter und da sitzen hunderte, nein tausende Papageientaucher. Trotz der grossen Gruppe zeigen die Vögel keine Scheu und man kann unglaublich nah herangehen. Wir verschiessen einen ganzen Film und die Sonne kommt sogar auch noch heraus, der Tag ist perfekt. Die Bäurin macht es auch sehr gut, sie lässt einem ausreichend Zeit die Vögel zu beobachten und zu fotographieren und lotst einen dann auch zur nächsten Stelle, damit die Tiere wieder zur Ruhe kommen können. Nach rund 2 Std. fahren wir dann wieder mit dem Traktorkarren zurück. Schon beim Einsteigen in den Bus fällt uns auf, dass eine Regenfront im Anzug ist und im Moment über Skaftafell hängt, deshalb beschliesst Herr Erlingsson vorerst nicht dorthin zu fahren sondern zurück Richtung Jökulsárlón. Dort zeigt er uns eine andere Lagune in der wir 1 Std frei herumwandern dürfen. Auf dem Weg zum Skaftafell legen wir aufgrund des immer noch andaurnden Regens im Skaftafellgebiet einen Stzop in der Tankstelle gegenüber unserem gestrigen Hotel ein und essen dort eine Suppe für 600 Kronen. Doch dann geht’s wirklich zum Skaftafell und eingepackt in Regenklamotten beginnen wir unsere Wanderung. Der Regen hört bald auf und Herr Erlingsson legt eine kleine Extrarunde über einen Aussichtspunkt ein, aber aufgrund des Nebels sieht man nichts. Nun setzt der Regen wieder ein und das eben ausgezognen Regenzeug muss erneut angezogen werden. In gleichmässigem Regen laufen wir den Rest zum Svartifoss. Im Regen kann man gut erkennen erkennen warum dieser “schwarzer Wasserfall” heisst. Die Verlängerung der Wanderung zum Aussichtspunkt muss wegen der schlechten Sicht entfallen, zurück beim Bus gibt es dann noch Kaffee und wir bekommen Stockfisch zum probieren. Also es war eigentlich nicht Stockfisch sondern getrockneter Schellfisch. Das schmeckt fein. Auf dem Weg zum Hotel halten wir noch beim Hof Núpstaður um die Kirche aus dem 17. Jh anzuschauen. Leider regnet es in Strömen, deshalb verzichten wir auf Fotos. Unser Hotel sieht nicht gerade einladend aus, es ist ein richtiger Containerbau. Herr Erlingsson meint aber die Zimmer seien schön. Doch die Atmosphäre ist kühl. Na egal alles was wir wollen ist eine warme Dusche. Also schnell ausgepackt und frische Wäsche parat gelegt und ab ins Bad. Ich bin gerade ausgezogen und möchte unter die Dusche, als ich im Dunkeln stehe - ups der Strom war weg. Naja dann lass ich halt die Tür auf und Dusche im Halbdunkeln. Weit gefehlt, Wasser läuft auch nicht. Wir warten und warten, und um 19:30 Uhr gehen wir halt ungewaschen in den alten Klamotten zum Essen. Man nimmt die Umstände mit Humor, und die Köchin, die mit hochrotem Kopf versucht das Buffet am Laufen zu halten, kann einem richtig leid tun. Das Buffet ist auch gar nicht so schlecht, man muss nur sehr genau timen, um etwas Gescheites zu bekommen. Also gibt es Suppe nach dem Hauptgang und sicherheitshalber holen wir uns sehr früh Kaffee. Da die Spülmaschinen auch nicht tun, wird es auch mit dem Geschirr eng. Dafür hole ich mir 3-mal Nachtisch: zuerst Tiramisu und Skyr, dann eine gute cremige Torte und zum Schluss Eis. Irgendwann gibt es Strom und es gibt spontan Applaus. während die Köchin strahlt. Es wird Fisch und Kaffee nachgeliefert. Leider ist der Strom nicht so lang an ca. eine halbe Stunde. Immerhin gibt es noch ein Freibier. Jetzt sind wir auf dem Zimmer, beide geduscht - bei mir ging ganz kurz der Strom nochmlas aus - und hoffen, dass bis morgen Alles wieder i.O.ist.
Nachtrag [hage] Ich habe Herrn Erlingsson auf das Hotel angesprochen: von mir aus passte es nicht in ein Konzept von “Naturreisen” - ein Betonbunker der nur auf Tourismus aus ist. Er hat gemeint, dass es ein neues Hotel ist, das er ausprobieren wollte. Da er aber immer extrem von Island, von sich und auch seinem Unternehmen überzeugt ist, muss man da auch mal etwas Kontra geben…
10.Tag Küstenwanderung an Islands südlichstem Punkt Dienstag, 31. Juli 2007
Happy Birthday Hans-Georg. Fahrt durch die erstarrten Lavamassen von Laki, Eldhraun, und entlang der Südküste nach Vík. Hier beginnen wir die Wanderung auf den Tufffelsen Reynisfjall mit grandiosem Blick auf die Basaltfelsen Reynisdrangar, den Gletscher Mýrdalsjökull und die Küste mit Vogelfelsen Dyrhólaey. Wir beenden die Wanderung and der schwarzen Brandung der Südküste. Auf dem Weg zur Unterkunft machen wir Halt beim imposanten Wasserfall Skógarfoss. Übernachtung im Bauerngasthof Smáratún in Hvolsvöllur. [sis] Der Wecker klingelt um 7:30 Uhr. Ein kurzes “Happy Birthday” für Hans-Georg un schon geht die übliche Routine los: Schlafanzug, Buch + Wecker in den Koffer packen, Anziehen und alles für den Rucksack zurechtlegen, dann gehen wir frühstücken. Anschliessend Zähne putzen und die Necessaires im Koffer verstauen. Hage bringt die Koffer zur Rezeption während ich die letzten Dinge in den Rucksack packe und die Wanderschuhe schnüre. Ich schnappe mir den Rucksack und gehe zum Bus, um einen der vorderen Plätze zu erwischen, da es mir nicht so gut geht, und mir Hinten wahrscheinlich übel würde. Dann sitzen wir alle im Bus und warten auf Helga. Als sie schliesslich kommt wird gespottet “wo ist ihr Koffer”, “haben wir überhaupt alle Koffer” … “es war noch soviel Platz”. Hage fragt ob ich kontrolliert habe, ob unsere Koffer eingepackt wurden - habe ich natürlich nicht. Wir überlegen hin- und her, sind uns eigentlich sicher, dass sie nicht mehr in der Eingangshalle standen aber was wenn sie in einem anderen Bus gelandet sind? Das Wetter ist immer noch schlecht und wir werden heute nicht die ganze geplante Wanderung machen. Zuerst fahren wir nach Kirkubæjarklaustur um einzukaufen und zur Bank zu gehen. Kurz vor Ort halten wir noch an einem Ort der “Kirchenboden” Kirkjugólfið heisst. Das kommt daher, dass die Leute früher die Basaltsäulen, die hier im Boden liegen für einen gepflasterten Kirchenboden hielten. Nachdem Einkauf geht die Fahrt weiter nach Vik. Übrigens hat Hage in der Kirche von Kirkubæjarklaustur noch ein kleines, aber feines Klavierkonzert gegeben. Wir fuhren durch Vik durch direkt zur Küste, wo wir einen kleinen Spaziergang am Strand machen mit Blick auf die Basaltfelsen und den Vogelfelsen Dyrhólaey. Auch hier kann man Papageientaucher beobachten. Am Ende des Strandes sehen wir noch einen Eissturmvogel, der es vom Felsen nicht bis ins Meer geschafft hat. Er liegt hier auf dem Strand unfähig sich auf dem Sand zu bewegen und wartet sein Ende ab. Auch tote Papageientaucher hat es hier. Zurück beim Bus fahren wir dann zu Dyrhólaey. Zuerst fahren wir in eine Bucht, wo wir unser obligates Picknick veranstalten, dann kann man selbständig auf den Felsen steigen oder mit dem Bus hinauf fahren. Angesichts der waghalsigen Strasse wäre ich auch lieber gelaufen, aber unser Fahrer fährt auch hier sicher nach oben. Oben spazieren wir der Felskante entlang und beobachten die Vögel. Dann fahren wir weiter zum Skogarfoss, wir haben nur eine halbe Stunde Zeit und müssen ganz schön rennen, um nach oben zu kommen. Dann steht ein Schwimmbadbesuch an, aber das geplante Bad hat zu. Also fahren wir zum nächsten Ort mit Schwimmbad. Hage und ich gehen diesmal allerdings nicht schwimmen, sondern besuchen im Ort zusammen mit Lisabeth und Peter ein gemütliches Café. Einkaufen für die nächsten zwei Tage steht auch noch auf dem Programm. Dann geht’s in die Unterkunft in Hvolsvöllur. Zum Abendessen gibt’s Pilzsuppe und Klippfisch, zum Dessert ein Früchtearrangement. Herr Erlingsson kündet an, dass es am morgen um 8:15 losgeht. Himmel so früh… Wir waschen noch etwas Wäsche, die Hage an der Wäscheleine in den heftigen Küstenwind hängt.
11.Tag, Das Tal der Þórsmörk - Mittwoch, 1. August 2007
Auf dem Weg nach Þórsmörk, der Heimat des Gottes Þór (Thor), besichtigen wir den wunderschönen Wasserfall Seljalandsfoss. Im Tal Þórsmörk starten wir eine 4- bis 5-stündige Wanderung in der gewaltigen Klamm Stakkholtsgjá. Erneut Übernachtung im Bauerngasthof Smáratún in Hvolsvöllur.
[hage] Puhh, eigentlich kann ich kaum mehr schreiben, so vollgefressen bin ich - aber der Reihe nach. Heute starten wir mit dem Bus um 8:15 Uhr. Wir fahren Richtung Þórsmörk und kommen auch am Foss vorbei, aber wir werden den erst besichtigen, wenn wir auf dem Rückweg sind. und die Sonne besser steht. Dann geht es über die rauheste Strecke, die wir bislang erlebt haben. Die ersten kleinen Flussüberquerungen stehen an und an der ersten grösseren können wir aussteigen und den Bus bei der Durchfahrt fotografieren. Wir halten an einer Schlucht und wandern in diese hinein (Stakkholtsgjá). Mehrmals müssen wir den Fluss überqueren, was teils etwas abenteuerlich ist. Aber Einige von unsere Gruppe sind sehr trittsicher und helfen bei den Überquerungen. Ganz hinten in der Schlucht ist dann ein Wasserfall, der sich in die Felsen gegraben hat - man muss ein bisserl klettern, aber das lohnt sich. Beim Bus wieder angekommen hat jemand nasse Füsse, aber sonst ist jeder heil davongekommen. Dann fahren wir an eine Hütte im Tal Þórsmörk und machen unsere Mittagspause. Die Hütte ist sehr schön gelegen und hat eine Holzterasse mit Tischen und Bänken. Dann fahren wir wieder los - teils über Flüsse und starten unsere Wanderung. Erst geht es über eine Wanderbrücke dann zur nächsten Hütte. Von dort geht es auf einen Gipfel (458m) von wo aus man einen wunderbare Blick hat. Dann laufen wir ins Nachbartal - wieder zu einer Hütte - wo wir uns etwas ausruhen. Wetter ist schön (auf dem “Berg” hat es stark gewindet) und ich bin fast eingeschlafen. Dann geht es gemütlich um den Berg herum wieder die Wanderbrücke und unseren Bus. Wir fahren wieder zurück. Inzwischen sind die Flüsse stark angeschwollen und es ist noch eindrücklicher sich mit dem Bus durch die Fluten zu wälzen als vorher. Am Seljalandsfoss haben wir dann tatsächlich gut Sonne (obwohl sie auch teils hinter Wolken verschwindet) und wir laufen einemal um den Foss. Eindrücklich, da man so nah beim Foss ist und es gewaltig dröhnt. Im Hotel gibt es dann um 19:30 Abendessen, einen feinen isländischen Lammeintopf. So gut, dass ich zuviel esse. Und ich schaffe fast das Eis mit Apfelkuchen nicht mehr. Hinterher gehen Markus, Gerdie und Bjardne noch reiten - nach einer Einführung von Herður (Herr Erlingsson).
12.Tag, Liparitberge in Landmannalaugar - Donnerstag, 2. August 2007
Am Vulkan Hekla entlang geht es weiter zu den farbenfrohen Liparitbergen von Landmannalaugar. Wanderung im Obsidian-Lavafeld zu den Quellen am Berg Brennisteinsalda (3-4 Std.). In Landmannalaugar haben Sie auch die Möglichkeit in einer Naturquelle zu baden. Anschliessend Fahrt durch das Tal der Þjórsárdalur am Fluss Þjórsá zum Saga-Hof Stöng, wo wir eine kurze Wanderung zum Wasserfall Gjáfoss unternehmen (1 Std.). Übernachtung im Hotel Flúðir in Flúðir.
[hage]Heute stehen wir um 6:30Uhr auf. Abfahrt ist nämlich schon um 8:00Uhr. Wir fahren Richtung Landmannalaugar und es ist bestes Wetter. Und dann, kurz vor Abfahrt auf die eigentlich Strecke, sehen wir einen liegengebliebenen Bus, der eine defekte Vorderachse / Reifen hat. Keine 50m weiter bleibt unser Bus liegen: Getriebeschaden. Der lokale Troll hat es anscheinend auf Busse abgesehen. Herður schickt uns schon mal los und organisiert Ersatz (9:45Uhr). Wir laufen ca. 1 1/2 und gehen dann in den Windschatten eines Hanges. Die bisherige “Wanderung” ist auch eher eintönig und es windet stark. Dann kommt der Ersatzbus und wir fahren weiter. Herður hat einem das Bad in Landmannalaugar schon am gestrigen Tag madig gemacht und die versprochene Wanderung auf den blauen Berg können wir auch abschreiben. Nach einem kurzen Mittag brechen auf durch die Lavafelsen Richtung roten Berg. Dort teilen wir uns auf. Kurt, Peter, Markus, Res, Oliver, Bert, Petra und Hage laufen auf den Roten (Berg) während der Rest die kürzere Strecke zurücknimmt. Es geht nämlich steil hinauf, ist aber sehr gut zu machen. Oben hat man eine Supersicht und man kann eine tolle Schlucht sehen. Auf dem Rückweg kommen wir auch auch an den Solfatoren vorbei und treffen den Rest der Gruppe kurz vor dem Bus wieder. Nach der allgemeinen Toilettenpause gehen erst Berta, dann Sibylle, Margreth und ich zum Pool. Beim Rückweg startet aber Bjardne schon den Bus und Sibylle stösst sich vor lauter Hektik den Kopf im Bus an (ich habe darin vieeel mehr Erfahrung). Berta und auch andere sind recht enttäuscht, dass man nicht Baden kann. Sibylle geht es im Bus leider recht schlecht. Wir halten noch an einem Explosionskrater mit See (dafür ist dann wieder Zeit). Das Hotel ist schön und Abendessen auch:
- Salat mit Fischpastete
- Kabeljau mit Kartoffelbrei und Gemüse
- Eis mit Erdbeeren
Nachtrag Hage: Vom Bad bei Landmannalaugar hatte ich Sibylle schon vorher vorgeschwärmt. Und auch wenn es natürlich viel mehr Touristen hat, war dann die schnelle Abfahrt sehr enttäuschend. Wie gesagt hatte Herr Erlingsson einem das schon versucht auszureden (“40'000 ungewaschene Touristen”), aber er hat nie gesagt, dass man nicht baden könne, oder dass nach der Wnaderung keine Zeit mehr wäre. Sibylle z.B. wäre sicher eher in den Pool getsiegen, als die kleine Wanderung zu machen.
13. Tag, Reykjavik - Freitag, 3. August 2007
Wir fahren über die Ortschaft Selfoss und den Pass Hellisheiði zurück nach Reykjavík. Dort unternehmen wir eine Stadtrundfahrt mit Besuch des neu renovierten Nationalmuseums. Übernachtung im Hotel Plaza in Reykjavík. [sis]Heute können wir endlich mal etwas ausschlafen, denn wir fahren erst um 9:30 Uhr ab. In der Nacht ist wie vorhergesagt ein Sturm aufgezogen und es weht mich beinahe um, als ich aus der Hotelhalle ins Freie trete. Ein letztes Mal wird versucht alle Koffer in den Bus zu verstauen, aber auch dieses mal müssen ein paar in den Innenraum. Als Ersatz für den gestern verpassten historischen Hof besuchen wir zuerst den Bischofssitz Skalholt und besichtigen die Kirche mit der Krypta. Dort findet gerade die Probe für ein Konzert am Sonntag statt und wir hören uns das etwas an. Dann geht es weiter nach Selfoss wo wir in einem Einkaufszentrum halt machen, wo man Wildlachs kaufen kann. Hage bringt hier noch Jana’s Geburtstagskarte zur Post. Fisch kaufen wir nicht, dafür O-Saft für unseren Campari. Da es immer noch stürmt wird beschlossen die Mittagspause in einem Restaurant abzuhalten. Doch zuvor schauen wir noch den Explosionskrater Kerið an. Fotografieren ist extrem schwierig, da der Wind einen fast umwirft. Man muss sich richtig dagegenstemmen. Mittagessen gibt es dann im Restaurant “Hafið Bláa”. einem Seafood-Restaurant an der Küste. Nach einem kurzen Strandspaziergang fahren wir nach Reykjavík. Hier halten wir zuerst am Hafen bei der Statue “Sonnenboot”, dann gibt es eine kleine Tour durch den Hafen und weiter zur Hallgrimms-Kirche. Wir schauen uns den Innenraum mit der imposanten Orgel an und freuen uns schon auf das Konzert von Morgen. Viele nehmen sich den Prospekt mit und es könnte sein, dass wir den ein oder anderen Gruppe wiedertreffen. Zum Abschluss der Reise geht es ins Rathaus, wo es eine grosse Reliefkarte gibt, an der uns Herr Erlingsson nochmals die gesamte Reise erläutert hat. Dazwischen waren wir übrigens noch im Nationalmuseum, wo wir dei ganze Geschichte Islands, von den ersten Siedlern bis heute nachvollziehen konnten. Als wir schliesslich im Hotel Plaza angekommen sind, musste zuerst einmal alles Gepäck aus dem Bus genommen werden und die Zimmerschlüssel in Empfang genommen werden. Dann haben wir uns sehr herzlich von Bjardne verabschiedet. Es wurden noch email-Adressen und Herr Erlingsson hat uns seine Nummer gegeben, für den Fall, dass wir seine Hilfe oder Rat brauchen während der nächste Woche. Diesmal haben wir ein sehr schönes Zimmer im 4. Stock, nach vorne raus gelegen. Wir notieren uns noch kurz alle Vornamen der Reisegruppe, dann gehen wir auf Shopping-Tour. Wir kehren kurz zum Hotel zurück um uns etwas wärmer anzuziehen und gehen dann Richtung Hafen auf der Suche nach einem guten Restaurant. Wir werden nicht recht fündig und stehen eigentlich schon in einem Fish&Chips Lokal, als ich es mir anders überlege. Wir kehren zurück Richtung Cafe Reykjavík, wo es ein Fisch-Buffet geben soll, als wir das Restaurant “Geysir” entdecken, das Herr Erlingsson auch erwähnt hat. Wir beschliessen reinzugehen und wer sitzt da? Ein Grossteil der Reisegruppe und so gibts noch zwei Plätze für uns, obwohl alles ausgebucht ist. Wir essen feines Lammfilet und es gibt nochmals einen netten Abend und wir können uns nochmals richtig voneinander verabschieden und weitere Adressen austauschen.
14. Tag, Reykjavik - Samstag, 4. August 2007
Heute übernehmen wir unseren Mietwagen. Um 12:00 Uhr findet das Konzert von Verena Steffen in der Hallgrimskirche statt. Übernachtung im Hotel Plaza in Reykjavík.
[hage]Heute starten wir gemütlich in den Tag und auch die anderen Gruppenmitglieder sind noch am Frühstückstisch. Dass das Zimmer nach vorne zur Strasse hinausging war ein Nachteil: es war recht laut in der Nacht. Nach dem Frühstück improvisiere ich einen Kühlschrank, indem ich aus der Eismaschine einen Eiskübel für unseren Skyr und O-Saft mitnehme - es wird sehr heiss im Zimmer. Dann gehen wir los und holen unser Auto beim Busbahnhof/Budget. Budget knöpft uns nochmal Geld ab für den zweiten Fahrer und weil wir das Auto in Kevlavik abgeben. Dann muss man wie üblich das Auto überprüfen und Beschädigungen aufzeichnen. Auch wird versucht eine erweiterete Versicherung zu verkaufen, die wir aber ablehnen. Ein Hallo gibt es, als wir plötzlich Bjardne treffen: er bringt den Bus auf Vordermann für die nächste Reise. Er trägt uns Grüsse an die Bäckerei in Isafjörður auf. Dann fahren wir zur Hallgrimskirkja zum Konzert. Tatsächlich sind etliche unserer Gruppe da. Das Konzert von Verena Steffen und Olivier Eisenmann ist schön und wir können hinterher mit den Künstlern plaudern, die sich sehr freuen, dass so viele Zuhörer da waren. Danach fahren wir zum Hotel und parkieren das Auto direkt am Hotel. Dann sind wir durch die Stadt gebummelt, haben noch ein Sandwich gegessen und Kaffee getrunken. Am See treffen wir Gerdie und Frans und dann haben wir noch ein bisschen im Hotelzimmer ausgeruht. Zum Abendessen haben wir uns nochmal im Kafi Geysir verabredet. Diesmal hatten wir überbackenen Fisch. Wir haben dann noch gewartet, bis unsere Gruppenmitglieder zum Flughafen abgeholt werden.