2007 Island Woche 1

1. Woche Island, Busreise mit Erlingsson Reisen, Reiseleiter: Halldora Jonasdottir
1. Tag: Ankunft : Sonntag, 22.Juli 2007
Flug von Zürich über Kopenhagen nach Keflavik. Ankunft in Keflavik um 20:55, anschliessend Transfer zum Hotel Plaza in Reykjavik.
Gemütlich konnten wir unsere Hochzeitsreise beginnen: 12:38 ab Chämleten liess genug Zeit um gut zu frühstücken und die Wohnung zu putzen. Bei leichtem Nieselregen sind wir dann auf den Zug. In Zürich ging Alles sehr schnell über die Bühne: keine langen Warteschlangen. Im Duty Free holten wir noch eine Flasche Campari. Und: der Harry Potter kostete 12 CHF mehr als in der Migros/Balmer in Steinhausen. Der Flug nach Kopenhagen war problemlos, aber es gab kein Essen/Trinken. In Kopenhagen hat es stark geregnet. Mit ca. 45min Zeit hat es für eine Capuccino und ein wenig Shopping gereicht. Im Flug nach Kevlavik gab es dann etwas zu Essen und Kaffee. Auf dem Flughafen haben wir auch gleich unseren Chauffeur entdeckt. Ausser uns ist dann noch eine Dame mitgefahren, ein weiterer Passagier hatte anscheinend Probleme mit dem Gepäck (laut Fahrere hatten auch andere Gäste in den Tagen zuvor Probleme). Das Plaza in Reykjavik erreichten wir nach einer Fahrt mit 80km/h Durchnittsgeschwindigkeit - auch in Reykjavik. Das Zimmer ist so “lala” - verzogene Tür, schlecht schliessende Fenster … aber mit Föhn und Wasserkocher! Wir sind dann noch auf Tour gegangen (ca. 22:30Uhr) haben für je 12 Chf ein Bier getrunken (+ eine feine Tomatensuppe). Dann sind wir zurück ins Hotel - Umpacken und zurecht machen Für die Nacht. 0:33 Uhr
2. Tag: Reykjavík, der alte Thingplatz & die Springquelle Geysir, Montag 23.Juli 2007
Der spiegelnde Glaskuppelbau der Perla, der auf den Heisswassertanks am Öskjuhlið Hügel errichtet wurde, ist von allen Teilen Reykjaviks sichtbar. Dort befindet sich eine Panoramaplattformmit Aussicht auf die Hauptstadt und Umgebung. Über das Hochthermalgebiet von Nesjavellir gelangen wir zum Nationalpark Þingvellir. Hier wurde 930 das Alþing gegründet. Man erarbeitete an dieser Stelle wichtige Gesetze und schlichtete Rechtstreitigkeiten. Wanderung am Þingplatz und der Schlucht Almannagjá (3h). Über den Pass Lyngdalsheiðifahren wir zum Springquellengebiet am Geysir. Übernachtung im Hotel Edda ML in Laugarvatn.
[hage] Um 7:00 Uhr werde ich wach, 15 min bevor der Wecker offiziel klingelt. Ich habe in dem weichen Bett gut geschlafen, im Gegensatz zu Sibylle, die nur gedöst hat. Nach dem Duschen (das Badezimmer schwimmt) geht es zum Frühstück. Mein Ei ist ungeniessbar (ich wusste nicht dass Ei nach Mehl schmecken kann). Kaffee ist auch nicht gerade der Hit. Aber Brot und Marmelade sowie Fruchtstückchen sind OK. Dann wird fertig gepackt und pünktlich um 9:00 Uhr versammelt. Die gesamte Resiegruppe ist rechtzeitig und vollzählig zur Stelle. Die Koffer in den Bus zu bekommen ist eine grosse Herausforderung für den Fahrer. Dann geht es los zur Perla, dem Aussichtspunkt auf dem Wassertank. Dabei erfahren wir, dass unsere Reiseleiterin nur eingesprungen ist, der eigentliche Reiseleiter ist krank. Bei der Perla sind wir viel zu früh, die machen erst um 10:00 Uhr auf - also wird einkaufen gefahren: Überraschung: das Picknick muss man selber kaufen. Dann geht es wieder zur Perla, wo wir dei Aussicht geniessen und eine fehlende Island-Karte kaufen (2100 ISK). Bei Nesjavellir laufen wir von ‘oben’ nach unten zum Kraftwerk - kurz davor fängt es an zu regnen. Beim Kraftwerk kriegen wir eine kurze Info, wie die Geothermie genutzt wird. Das Kraftwerk versorgt 45% von Reykjavik mit Heisswasser. Dann geht es weiter zum Thingvellir. Das hat sich extrem verändert:Holzpfade, Gebäude und geteerte Strassen. “Oben” machen wir Picknick. Wir laufen ein gutes Stück durch die Schlucht bis zum Öxarär-foss, dann zur Thingkirkja und zum Hotel Valhöll, wo uns der Bus abholt. Leider regnet es die ganze Zeit. Dann fahren wir zur Unterkunft nach Laugarvatn; unterwegs halten wir noch an einer Sandsteinhöhle. In Laugarvatn sind wir noch so früh, dass wir noch vor dem Abendessen ins Schwimmbad können (600ISK) und dort ein paar Bahnen ziehen und uns dann im warmen Pool (38°-40°) räkeln. Zum Abendessen gibt es: Brot und irgendeine Tomatenpaste Tomatensuppe Fisch mit Reis an Currysauce Eis + Apfelkuchen (Kaffee und Tee) Dann packt Sibylle die Koffer (neues Hobby von Sibylle) und ich krakele das Tagebuch. Am härtesten: ich muss mich mit HP beschränken: ich habe ausgerechnet, dass ich max 30 Seiten pro Tag lesen darf.
3. Tag: Wasserfall Gullfoss & Hochlandpiste Kjölur, Dienstag 24.7.2007
Sechs Kilometer vom Geysir entfernt, befindet sich der „goldene Wasserfall“ Gullfoss. Wir wandern im Canyon (1-2h). Über die Hochlandstrecke Kjölur, die zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull durchführt, gelangen wir nach Hveravellir. Es folgt eine Wanderung im Quellengebiet. In einer natürlichen Quellen können wir baden, bevor es weiter geht in Richtung Norden. Hólar, der eheamlige Bischofssitz mit einer alten Domkirche, liegt im Skagafjörður. Ebenso besuchen wir das Heimatmuseum Glaumbær mit seinen Torfhäusern. Übernachtung im Bauerngasthof in Bakkaflöt in Varmahlið.
[sis] Na das war wohl nix mit 7:00 Uhr Frühstücken. Es gab erst um 7:30 Frühstück. Trotzdem standen um 8:15 die Koffer wie gewünscht parat, aber das Kofferpuzzel war doch schwieriger. Es wurde doch fast 9:00 bis wir loskamen und eine Reisetasche musste in den Innenraum. Usere erste Station war Geysir. Der grosse Geysir, der diesem Phänomen den Namen gab ist nicht mehr aktiv. Aber der kleinere Stokkur (Butterfass) spritzt etwa alle 3 Minuten. Ein herrliches Schauspiel, wenn man gespannt daruaf wartet, wann es wieder soweit ist und mit der Kamera in der Hand versucht Anzeichen für den nächsten Ausbruch zu erkennen. Da es wenig geregnet hat in letzter Zeit (Island ist wohl doch ab der Welt) ist der Grundwasserspiegel tiefer und der Ausbruch deshalb nicht ganz so hoch - aber trotzdem toll. Anschliessend ging es weiter zum Gullfoss. Am Beginn der der Schlucht stiegen wir aus dem Bus aus und wanderten ca. 1h die Schlucht entlang bis zum Gullfoss. Diese ist eine schöne Strecke abseits der üblichen Touristenströme. Am Gullfoss selbst ist dann wieder alles abgezäunt und mit Wegen versehen, wie Hage bemerkt. Früher war hier wohl auch alles anders. Aber man kann bis ganz nah an den Wasserfall herangehen. Durch die Wanderung hat man ein schönes Bild von Fern und dann immer nähergkommend, bis man schliesslich erkennt, dass es eigentlich 2 Wasserfälle aufeinander sind. Danach ging es ins Hochland. Die Kjölur-Strecke führt zwischen den beiden Gletschern Langjökull und Hofsjökull hindurch, die man bald am Horizont erkennen konnte. Das Hochland ist absolut karg und schon nach kurzer Zeit gibt es keine Vegetation mehr, das ganze nicht wegen der Höhe, sondern wegen der Erosion. Wir fahren kilometerweit durch Vulkansteinwüsten. Eine schier unendliche Weite öffnet sich uns. Die karge Eintönigkeit der Landschaft wird immer wieder durch sagenhafte Blicke auf den Gletscher durchbrochen. Mitten in dieser Wüste machen wir unser Mittagspicknick. An der ersten Stelle bei einem kleinen Reiterhof durften wir leider nicht bleiben, da es privat war, also haben wir einfach ein paar Kilometer weiter am Strassenrand angehalten. Als wir ausstiegen, fiel mir auf, dass der Boden ganz weich ist und man fast etwas einsinkt. Das erwartet man angesichts der steinigen Erscheinung nicht. Danach ging es über eine Stunde weiter in dieser Wüste bis wir plötzlich in einer wahren Oase ankommen, Hveravellir. Dies ist ein Quellgebiet mit zahlreichen heissen Quellen. Hier soll früher ein Räuber gelebt haben und sein Essen in den heissen Quellen gekocht haben. Nach einem Rundgang zu den verschiedenen Quellen, die kochend heiss sprudeln und dampfen, eine Sicht wie ein 1. August Vulkan, können wir ein einem Naturbad baden. Das Wasser ist sehr heiss, weil aber Hage bereits einem Passanten die Kamera in die Handgedrückt hat mit dem Auftrag uns zu Fotografieren, muss ich die Zähne zusammenbeissen und auch noch lächeln. Hage ist in seinem Element, das Wasser ist bestimmt über 40° heiss - “u heiss” sozusagen. Bei der Weiterfahrt erzählt uns die Reiseleiterin gerade, dass die Schotterstrasse nun besser werde, da hier ein Kraftwerk liegt, als die schlimmsten Schlaglöcher des Tages den Bus gewaltig ins schwanken bringen. Doch Sie hat schliesslich recht und wir kommen nun zügiger voran. Die Landschaft wird nun schnell grüner und wir kommen in die Nordtäler die stark landwirtschaftlich genutzt werden und wo es wohl viel Pferdezucht gibt. Schliesslich erreichen wir gegen 18:00 Uhr unsere Unterkunft, den Bauerngasthof Baklkaflöt. Das Abendessen besteht aus einem Buffet mit Fisch-“Frikadellen”, Lammgeschnetzeltem und Gemüseauflauf.
4. Tag: Akureyri & Naturparadies Mývatn, Mittwoch 25.7.2007
Bevor wir die Hauptsadt des Nordens Akureyri erreichen, besuchen wir noch das Heimatmuseum Glaumbær und einen Bauernhof, wo Pferde gezüchtet werden. In Akureyri angekommen, unternehmen wir einen Stadtbummel und besuchen den Botanischen Garten. Der Wasserfall der Götter Goðafoss liegt auf dem Wege zum Mývatngebiet. Eine einstündige Wanderung bringt uns in die Nähe von Skútustaðir. Von dieser kleinen Siedlung am Südufer des Mývatns aus sind mehrere Pseudokrater zu sehen. Diese entstehen nicht bei Eruption, sondern dadurch, dass heisse Lava sich über ein sumpfig feuchtes Gebiet ergoss. Übernachtung im Bauerngasthof Narfastaðir in Laugar.
[hage] Nach einem einfachen, aber guten Frühstück verlassen wir Bakkaflöt. Wir fahren zur Heimatmuseum Glaumbær, wo wir Torfhäuser mit Grasssodendächern anschauen. Die Häuser sind in gutem Zustand und man kann die einzelnen Häuser, die für unterschiedliche Zwecke genutzt wurden, in Ruhe anschauen. Vor allem die kleinen Bettchen sind immer wieder verwunderlich - die frühen Isländer waren Zwerge oder Hobbits :-). Dann ist es wieder Zeit zum Einkaufen. Wir holen wieder Brot, Käse und Skyr - ausserdem besorgen wir uns noch O-Saft, damit wir uns am Abend Campari Orange machen können. Wir fahren weiter zum Pferdehof Flugumýri, wo wir die PFerde und den Stallbesichigen und von der stolzen Besitzerin (und stolze 5-fache Mutter) allerlei über die Pferde und die Familie erfahren. Dann bekommen wir eine kleine Vorführung der verschiedenen Gangarten der Islandpferde. Weiter geht es nach Akureyri, wo wir zuerst im botanischen Garten unser Picknick machen. Wir haben 2½ h Zeit und so können wir uns das 17'000 zählende Städtchen gut anschauen. Wir schaffen es sogar uns Regenhosenzu kaufen. In einem Kaffee trinken wir noch einen Capuccino - auf die noch feineren, aber sehr sahnigen Kuchen verzichten wir. Dann geht es zum Goðafoss. Ein sehr schöner Wasserfall, der seinen Namen dem Umstand verdankt, dass der damalige Gesetzesgeber seine Gottesbilder/darstellungen in den Fall warf. Dort gibt die Digicam auf - Akku leer. Danach geht es in die heutige und morgige Unterkunft. Das Essen kommt wieder vom vom Buffet und da es noch eine Gruppe erst um 19:00 uhr - aber das Essen ist reichlich. Vor allem der Lachs, der einen ganz intensiven, rauchogen Geschmack hat, sowie der Kuchen zum Nachtisch bringen mich dazu das Buffet mehrmals zu besuchen. Da wir zwei Tage da sind haben wir auch etwas gewaschen und natürlich den Campari Orange genossen.
5. Tag: Aktiver Vulkanismus, Donnerstag 26.7.2007
Wanderung entlang der Schlammpfuhlen bei Námaskarð und zu den Lavafeldern des aktiven Vulkangebiets Krafla (2h). Anschliessend erkunden wir das faszinierende Lavafeld von Dimmuborgir (dunkle Burgen) mit seinen bizarren schwarzen Türmen, Säulen und Hohlformen und besteigen den Explosionskrater Hverfjall. Der Krater ist ein Musterbeispiel für einen Aschring-Vulkan, der aus Tephra (vulkanischer Asche) gebildet wird. Es besteht die Möglichkeit, ein warmes Bad in der Lagune mit Blick auf den See Myvatn zu nehmen.
Heute können wir etwas später aufstehen (7:15) und fahren erst um 9:00 Uhr, nach einem guten Frühstück los. Es geht zuerst an den Myvatn zu den Pseudovulkanen bei Skútustaðir. Es ist ziemlich kalt und es hat wirklich viele, viele Mücken. Dann bringt uns der Bus zum Krater Hverfjall. Während wir hochlaufen fängt es an zu regnen und da es auch stark windet ziehen wir die Regenhosen an. Oben am Krater hat man eine sehr schöne Aussicht, aber es ist immer noch giftig kalt und windig. Wir laufen am Krater entlang und steigen nach ca. 110° wieder ab; hier können wir direkt in das Lavafeld von Dimmuborgir wandern. Dimmuborgir ist wirklich wie eine Landschaft aus dem Herrn der Ringe - man kommt sich vor wie ein Hobbit (+ viele Zwerge mit Kapuzenmänteln :-)). Es gibt so viele Fotomotive, dass man sich fast entscheiden kann. Wir treffen wieder unseren Bus und fahren einkaufen. Unser Picknick machen wir bei Grjotagja - dort hat es in einer Felsspalte unterirdische Seen, die aber leider inzwischen zu heiss sind zum Baden (60°C)). Dann geht es weiter zu den Schlammpfuhlen Hverarönd. Dort wird die Nase zwar extrem belastet, aber das Farbenspiel und die blubbernden Pfuhlen sowie Dampfkessel lassen einen den Gestank dann doch vergessen. Weiter geht es zur Krafla einem Vulkankrater. Hier fragt unsere Reiseleiterin ob wir wandern oder in das nahegelegene Schwimmbad wollen. Das es sehr kalt war, sind fast alle für’s Schwimmbad. Auch wir gehen in’s Bad, da es wirklich schön und sehr warm ist. Und ich kann sogar meine Studentenkarte benutzen. Dann geht es wieder zu unserer Bauernunterkunft, die aber besser als manches Hotel ist.
6. Tag: Nationalpark Jökulsárgljúfur, Freitag, 27.Juli 2007
Vorbei am Fischerdorf Húsavík und entlang der Halbinsel Tjörnes fahren wir an der Nordküste zum Nationalpark Jökulsárgljúfur. Während einer 3-stündigen Wanderung können wir die gewaltige Schlucht des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum, den Echo-Felsen Hljóðaklettar und die Schlucht Ásbyrgi bestaunen. Bevor wir weiter nach Egilsstaðir fahren, legen wir bei Europas gewaltigstem Wasserfall Dettifoss einen Stop ein und wandern 1-2 Stunden. Übernachtung im Hotel Edda EM in Egilsstaðir.
[sis] Um 6:45 klingelt der Wecker und etwas verschlafen stehen wir auf. Nach dem Frühstück geht es pünktlich um 8:30 Uhr los. Zuerst fahren wir nach Húsavík wo wir uns die Kirche im Schweizer-Stil anschauen. Anschliessend bekommen wir etwas Zeit um in der Bäckerei Proviant für unser Picknick einzukaufen. Proviant braucen wir keinen, aber wir kaufen “Munki”. Dann geht es auch schon weiter zum Vogelfelsen auf der Halbinsel Tjörnes. Hier können wir Papageientaucher beobachten. Leider ist genau jetzt die Batterie der Kamera leer und Hage muss nochmals zum Bus zurück um eine neue zu holen. Im Felsen entdecke ich dann auch einen Papageientaucher aber nun ist das Licht zu schlecht und das unten in der Bucht zahlreiche Lunde schwimmen kriege ich leider vor lauter Konzentration auf den Felsen nicht mit. Zumindest habe ich einen gesehen, aber das Bild das ich gemacht habe dürfte nichts werden mit 1/30 Belichtungszeit aus der Hand fotografiert. Dann fuhren wir weiter zum Nationalpark Jökulsárgljúfur. Bevor wir auf dem eigentlichen Parkplatz halt machen gibt es eine “technische Pause” an einem WC Häuschen. Wir beginnen unsere Wanderung am Main Car Park und gehen zuerst zu den Echo-Felsen Hljóðaklettar. Diese Felsformationen, die durch Lavaströme entstanden sind, sind einfach gigantisch und weisen interessante Strukturen auf. Weiter am Weg liegt die “Sing Grotte” oder - wie sie jetzt heisst: “Kirche” - eine Höhle in der ein Lied gesungen wird. Dóra singt nochmals “Riðum, Riðum …” vor. Der Weg führt dann wieder zurück zum Parkplatz und dann weiter in die andere Richtung zur Felsformation “Mann und Frau”. Zurück beim Parkplatz veranstalten wir unser Picknick bevor es weiter geht zum Tal bei Ásbyrgi, Vesturðalur. Wir machen eine kleine Wanderung durch den Wald zu einem Teich wo man Enten und Sturmvögel beobachten kann. Der Bus bringt uns nun zum Dettifoss, zuerst halten wir am Hafragilsfoss einem etwas kleinerem Wasserfall etwa 2km flussabwärts vom Dettifoss. Dieser Fall ist landschaftlich schöner - aber der Dettifoss ist einfach überwältigend von der Masse und Kraft des Wassers. Wir haben eine 3/4 h Zeit aber Dora muss uns am Schluss doch antreiben, dass wir uns rechtzeitig vom Anblick losreissen und den Aufstieg zum Parkplatz antreten. Die letzte Etappe des Tagesprogramms steht an: eine etwa 1 1/2 stündige Fahrt nach Egilsstaðir wo wir die nächsten 2 Nächte wieder in einem Edda Hotel untergebracht sind. Die Zimmer sind nicht ganz so schön wie beim ersten, aber OK. Zum Abendessen gibt es Lamm mit Kartoffelpuffer und Gemüse und Eis zum Dessert. Dora gibt uns anschliessend noch einige Tips für die Westfjorde.
7. Tag, Basaltgebirge Dyrfoll Samstag, 28. Juli 2007
Fahrt Richtung Küste auf den knapp 500m hohen Pass Vatnsskaroð mit Blick auf Dyrfoll, “Türberge”. Heute erwartet uns eine 5-stündige Wanderung auf markierten Wegen in der grandiosen Gebirgslandschaft von Stórurð, “grosser Erdrutsch”, nordöstlich von Egilsstaðir. Die Umgebung ist geprägt von riesigen Felsbrocken und türkisblauen Seen. Weitere Übernachtung im Hotel Edda EM in Egilsstaðir. [hage] Nach ca. 60min Fahrt erreichen wir unseren Abmarschpunkt Die Strasse zum Pass hinauf ist sehr steil und man ist froh heil hinaufgekommen zu sein. Halldora Jonasdottir schätzt, dass wir nur 4h brauchen. gegen 10:30 laufen wir los und es geht die Berge rauf. Zwischendurch hat man einen sagenhaften Blick auf die Berge, die Küste und Täler. Um ca. 13:00Uhr machen wir Mittag hoch oben über dem Felssturz - dort hat es auch die genannten türkisblauen Seen. Nach dem Abstieg wandern wir noch im Felssturzgebiet, wo es unendlich viele Fotomotive gibt. Zurück Richtung Strasse zieht es sich dann etwas, obwohl ich immmer der Meinung bin, dass das Ziel nur eine Biegung weiter ist :-). Obwohl sich die Gruppe recht in die Länge zieht, hat es doch beim Überqueren des Felssturzes und kleneren Bächen immer helfende Hände für die etwas weniger sicheren Reisenden. Wir sind übrigens erst 16:30 Uhr wieder beim bus was Brutto 6h macht. Am Abend verschlafe ich dann gut 40’ min der Busfahrt. Zum Abendessen gibt es eine Gemüsecremesuppe. Fisch mit lapprigem Salat und Skyr mit Sahne. Allgemein wurde geurteilt, dass das Essen nicht so gut war. Am Abend haben wir dann noch Dora verabschiedet - Sie hatte bei Stórurð auch ein Ständchen, eine Karte und Geld bekommen. Dann haben wir noch Doras Nachfolger, Herrn Erlingsson höchstpersönlich getroffen. Er hat gleich den ursprünglichen Plan umgeändert - er will statt 9:00 Uhr um 8:30 Uhr los. Da aber nur eine handvoll von uns noch da ist, wird es spannend ob das klappt.